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Die häufigsten Mietirrtümer, die sich hartnäckig halten

Es gibt viele Mietirrtümer und Annahmen, die sich dauerhaft halten, obwohl sie rechtlich gesehen falsch sind. Dieser Artikel informiert dich über die häufigsten Mietirrtümer, beispielsweise dass dein Vermieter einen von drei vorgeschlagenen Nachmietern akzeptieren muss, ein Mietvertrag auch mündlich abgeschlossen werden kann, oder Babys bei der Berechnung der Betriebskosten nicht berücksichtigt werden.

Dürfen Mieter bei Mängeln die gesamte Miete kürzen?

Mängel in der Wohnung berechtigen dich nicht, die gesamte Miete einzubehalten. Die Miete darf nur zu dem Teil gemindert werden, der die Gebrauchstauglichkeit der Wohnung einschränkt. Die einbehaltenen Beträge müssen eventuell nachgezahlt werden, daher ist es empfehlenswert, sie anzulegen. Informiere dich bei einem Fachmann darüber, wie viel Prozent Minderung berechtigt sind. Zudem muss die Mietminderung immer angekündigt werden.

Nachmieter nennen, um vorzeitig aus dem Mietvertrag auszutreten

Die häufigsten Mietirrtümer beziehen sich auf Klauseln, die im Mietvertrag aufgeführt sind. Wenn du zum Beispiel vorzeitig aus dem Mietvertrag austreten möchtest, reicht die Nennung von drei potenziellen Nachmietern nicht aus. Das ist nur möglich, wenn dies so im Mietvertrag festgehalten wurde. Erst dann kann das Mietverhältnis vorzeitig aufgelöst werden.

Nur ein schriftlicher Mietvertrag ist gültig

Ein Mietverhältnis muss nicht ausdrücklich durch einen schriftlichen Vertrag geschlossen werden, denn es kann ebenfalls mündlich vereinbart werden, falls die Vertragsdauer ein Jahr nicht übersteigt. Ein schriftlicher Mietvertrag ist dennoch empfehlenswert, da er Missverständnissen vorbeugt.

Vermieter darf gleichzeitig Bürgschaft und Kaution fordern

Der Vermieter darf vor einem Vertragsabschluss verschiedene Sicherheit vom Mieter fordern. Diese dürfen allerdings die Höhe von insgesamt drei Monatsmieten nicht übersteigen. Hast du bereits drei Kaltmieten als Kaution gezahlt, ist die zusätzliche Angabe eines Bürgen nicht erforderlich.

Zurücktreten vom unterschriebenen Vertrag

Du hast ein optimal passendes Mietangebot für ein tolles Haus oder eine schöne Wohnung gefunden, aber bereits einen anderen Mietvertrag unterschrieben und glaubst, du kannst diesen einfach wieder kündigen, damit du in deine Traumwohnung einziehen kannst? Nein, das geht nicht, denn das Recht, innerhalb einer Woche nach Vertragsabschluss zurückzutreten, gibt es in Wirklichkeit nicht. Du hast nur die Möglichkeit zur fristgerechten Kündigung oder den Vermieter von einer Vertragsauflösung zu überzeugen.

Babys werden bei der Berechnung der Betriebskosten nicht berücksichtigt

Viele Menschen glauben, dass Babys und Kleinkinder bei der Personenanzahl der Betriebskosten nicht berücksichtigt werden. Das ist allerdings falsch, denn das Alter der Bewohner spielt bei der Verteilung der Betriebskosten keine Rolle. Lediglich die Kopfanzahl ist für die Berechnung maßgeblich, und deshalb zählen auch Babys und Kleinkinder mit.

Bauliche Veränderungen müssen beim Auszug nicht entfernt werden

Auch wenn der Vermieter bauliche Veränderungen erlaubt hat, musst du sie vor deinem Auszug abbauen. Lediglich wenn die Einbauten die Räumlichkeiten bewohnbar gemacht haben, liegt ein Sonderfall vor, beispielsweise wenn ein Starkstromanschluss für Elektroherde installiert wird.

Die häufigsten Mietirrtümer und die Wahrheiten dahinter. Wer sie kennt, ist klar im Vorteil.

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