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Unerwünschte Werbung – was tun wenn der Briefkasten überquillt?

„Bitte keine Werbung einwerfen“ – Rund 15% der Deutschen gaben in Umfragen an, dass ein Aufkleber mit dem bekannten Satz auf ihrem Briefkasten klebt. In einigen Fällen scheinen die Austräger blind dafür zu sein: Regelmäßig gibt es trotz klarer Kennzeichnung ungewollt Werbung. Wie können Endverbraucher auf unerwünschte Werbung reagieren und sich schützen?

Was tun gegen unerwünschte Werbung im Briefkasten?

Die Gründe, welche gegen dem Erhalt von Printwerbung sprechen, sind vielseitig: Einige Mieter und Hausbesitzer geben an, dass der Papierbedarf für die wöchentlichen Angebote überflüssig ist, da diese regelmäßig im Netz nach angeboten suchen oder ein Interesse an einem nachhaltigen Leben besteht. Andere haben kleine Briefkästen oder empfinden es als Belastung, den Weg zur nächsten Papiertonne anzutreten. Wieder andere haben einfach kein Interesse an den regelmäßigen Offerten rund um den Konsum. Was können Endverbraucher tun, um ihren Briefkasten für wirklich wichtige Mitteilungen freizuhalten?

Aufkleber lesbar?

Um Werbung aus dem Briefkasten zu verbannen, sollte ein klar lesbarer und großer Aufkleber direkt neben dem eigenen Namen auf diesen geklebt werden. Ob es sich dabei um eine gekaufte Version mit klaren Warnfarben oder einen selbst geschriebenen Zettel handelt, welcher mit Klebeband angebracht wurde, spielt für den Sachverhalt keine Rolle. Wichtig ist, dass die Schrift klar zu lesen ist.

Schritt 1: Unternehmen kontaktieren

Sollte einmal unerwünschte Werbung im Briefkasten landen, obwohl ein Aufkleber angebracht ist, sollten die Alarmglocken noch nicht läuten: Bedenkt man, dass viele Kinder und Jugendliche die Chance als Zuverdienst nutzen, entscheiden sich viele ganz tolerant dazu, mal ein Auge zuzudrücken.

Schritt 2: Einstweilige Verfügung

Kommt es häufiger dazu, dass unerwünschte Werbung im Briefkasten liegt, reißt bei vielen zu Recht der Geduldsfaden. Eine einstweilige Verfügung per Fax oder Einschreiben an die Verantwortlichen zu senden, ist ein Schritt, der in jedem Fall Erfolg zeigen sollte. Der Grund ist, dass sich die Verantwortlichen vor einer Klage schützen wollen, welche bei erneutem Verstoß die einzige Folge wäre. Auch ein Hinweis an die Verbraucherzentrale genügt: Diese mahnt das entsprechende Unternehmen ab.

Unerwünschte Werbung, der Sonderfall: Wurfsendungen und kostenlose Magazine

Nicht jede Werbung besteht nur aus Angeboten eines Unternehmens. Auch kostenlose Magazine sind oft ein Faktor, der den Briefkasten verstopft und viel Werbung enthält: Besondere Aufkleber mit der Beschriftung: „Keine Werbung und kostenlose Zeitschriften“ sind dann oft eine einfache Abhilfe. Mit dieser kommen dann keine Magazine im Briefkasten an, welche zu gewissen Teilen aus redaktionellen Inhalten bestehen.

Gegen teiladressierte Werbung, also Wurfsendungen mit der Aufschrift „An die Bewohner des Hauses Nr. X“ hilft die Robinsonliste. Diese ist als Schutz vor Wurfsendungen unter www.ichhabediewahl.de zu erreichen. Nachdem Name und Adresse auf der Liste eingetragen wurden, geben die Verantwortlichen die Daten an entsprechende Unternehmen weiter, welche die individuellen Briefkästen dann verschonen. Parteiwerbung kann übrigens auch oft vermieden werden: Einfach die lokale Geschäftsstelle der Partei kontaktieren und den Wunsch äußern, von der Werbung verschont zu bleiben.

1 Kommentar

  1. Uwe

    22. März 2017 - 14:12
    Antworten

    Danke für den Informativen Artikel! Tolle Arbeit! Nicht jede Werbung ist unerwünscht. Man darf nicht vergessen: „Werbung ist der Motor des Handels“

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