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Trend: Luxuswohnheime für Studenten

Luxuswohnheime für Studenten – neuer Trend oder Dekadenz?

In der Vergangenheit prägten arme Studenten das Stadtbild und waren neben dem Studium als Aushilfskräfte in Restaurants und Kneipen, in Supermärkten und anderen Branchen zu finden. Eine eigene Wohnung gab es nicht, vielmehr stand der Zusammenschluss mit anderen Studenten zu einer WG auf dem Programm. Heute erfreuen sich private Luxuswohnheime größter Beliebtheit.

Gemütlichkeit und Stil statt wilder Partys

In vielen Großstädten gehören private Luxuswohnheime für Studenten zum Alltag. Wer es sich leisten kann, wird nicht in eine WG ziehen und sich lieber auf eine Unterkunft mit Waschsalon und Fitness Bereichen, mit TV Raum und sonstigen Annehmlichkeiten entscheiden. Moderne Appartements mit trendigen Möbeln und Vollausstattung, ein Portier der jederzeit erreichbar ist und der umfangreiche Service prägen Luxuswohnheime. Private Investoren haben in den vergangenen Jahren rund 15.000 Appartements dieser Art geschaffen und bieten dir die Möglichkeit, dein studentisches Leben in einem ganz anderen Ambiente zu verbringen. Neben Lounge-Areas gibt es natürlich auch Lernräume, die ebenso komfortabel und gemütlich eingerichtet sind und viel mehr Lust auf einen chilligen Nachmittag als den Blick ins Lehrbuch machen. Luxuswohnheime verfügen über eine eigene Garage und selbst dein Fahrrad musst du nicht mehr in die Studentenbude tragen oder es hinter dem Haus abschließen. Denn auf einen überdachten Fahrradstellplatz musst du nicht verzichten, wenn du den Komfort einem klassischen Wohnheim vorziehst und dir den Luxus leisten kannst.

Die Miete für ein rund 20 Quadratmeter großes Zimmer schlägt mit etwa 600 Euro zu Buche und du zahlst eine Aufnahmegebühr, die ähnlich einer Mietkaution gestaltet ist. Sie dient der Instandsetzung der Lounges und wird einbehalten, wenn du später umziehst und Reparaturen in deinem Zimmer notwendig sind. Wer nicht auf wilde Studentenpartys steht und lieber komfortabel lebt und das nötige Budget hat, findet in allen deutschen Studentenstädten solche Projekte und kann sich für einen Einzug in Luxuswohnheime entscheiden.

Große Nachfrage für Luxuswohnheime

Das der arme Student kein Standard ist, zeigt die hohe Nachfrage nach Appartements in diesen Anlagen. Für das Wintersemester rechnen Studentenwerke und Eigentümer mit rund 2.000 Suchanfragen für komfortable Unterkünfte. Nicht nur Kinder reicher Eltern, sondern auch viele Studenten die ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten und ihr Studium in Eigenregie finanzieren, gehören zu den Interessenten der luxuriösen Appartementanlagen. Neben Studenten nutzen auch Doktoranten und Banker die Angebote, vor allem wenn sie sich zu Beginn ihrer Tätigkeit keine größere Wohnung leisten und dennoch komfortabel leben wollen. Die Mieter setzen sich aus unterschiedlichen Kreisen zusammen und beinhalten sowohl klassische BWL Studenten wie Medizinstudenten, Kunst- oder Architekturstudenten. Die Finanzierung ist planbar, äußern sich die Mieter der Luxuswohnheime und sind mit der monatlichen Belastung von 600 Euro durchaus zufrieden. Als Dekadenz musst du das luxuriöse Wohnen nicht betrachten, schließlich genießen auch Studenten gern ihre Ruhe.

2 Kommentare

  1. Marius Feldermann

    7. April 2017 - 13:57
    Antworten

    Man wundert sich natürlich schon, warum gerade Studenten, die noch nichts im Leben gerissen haben, einen so hohen Wohnanspruch haben – zumindestens teilweise. Aber 600 Euro pro monat sind auch nur knapp mehr als das was ich ich meiner Studien-WG gezahlt habe. Und wenn Studenten sich das Ganze finanzieren, stottern Sie es eben später wieder ab. Also keine schnellen Vorurteile für vermeidlich abgehobene Studenten.

  2. Yvonne Kuefer

    15. August 2017 - 15:50
    Antworten

    Von solchen Luxuswohnheimen habe ich noch gar nicht viel gehört! Allerdings sind 600 Euro im Monat auch noch tragbar. Da es in den meisten Großstädten sehr schwierig ist eine Wohnung zu finden und zu bekommen, ist das eventuell eine Alternative. Viele Grüße Yvonne

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